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Dezember, Zeit zur Reflexion
Das geschriebene Wort in den sozialen Medien
Es ist einige Jahre her, dass die SMS aufkam – später abgelöst von WhatsApp. Ich erinnere mich gut an eine mir sehr wichtige Person, die damals versuchte, ein Problem mit ihrem Freund ausschließlich per SMS zu lösen. Technisch war Vieles möglich, manche schrieben sogar „blind“ unter dem Schreibtisch Nachrichten in beeindruckender Geschwindigkeit. Doch all das ändert nichts an der grundlegenden Tatsache: Schriftliche Kommunikation hat natürliche Grenzen.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns, warum. Dichter und Denker arbeiteten oft jahrelang an wenigen Zeilen, bemühten sich um präzise Worte, um Gefühle auszudrücken. Trotzdem blieb immer ein großer Interpretationsspielraum. Dieselben Zeilen wurden an einem Montag anders verstanden als an einem Freitag, sogar von der gleichen Person – denn es fehlte, was analoge Kommunikation ehrlicher macht: Mimik, Gestik, Körpersprache und der Klang der Stimme.
Gerade Gefühle, Wertschätzung oder Zuneigung lassen sich rein schriftlich kaum vollständig transportieren. Das gilt auch für Konflikte: Probleme lassen sich selten allein über Textnachrichten lösen, oft eskalieren sie ins Unendliche, ins Verletzliche, ins völlig Missverstandene.
Social Media – Chancen und Herausforderungen
Vielleicht liegt darin ein Grund, warum soziale Medien zugleich Segen und Fluch sind. Selbst innerhalb von Interessengemeinschaften entstehen so Missverständnisse. Die digitale Bühne bietet Raum für Selbstdarsteller – und manche nutzen diesen Raum sehr intensiv. Das kann Gruppen schwer belasten, besonders wenn unterschiedliche Sichtweisen nicht als Bereicherung, sondern als Störung empfunden werden.
Menschen entwickeln sich – ein Grashalm wächst nicht schneller, nur wenn man daran zieht –, oft über Jahre hinweg. Ob Tierschutz, Artenschutz, Veganismus oder Naturschutz: Viele Themen sind Entwicklungsprozesse, persönliche Weiterentwicklungen, oft über Jahre, gern auch über Jahrzehnte.
Dennoch erleben einige, dass sie schon wegen kleiner Unterschiede oder noch offener Entwicklungsstrecke, scharf kritisiert oder ausgeschlossen werden. Dabei teilen sie dieselbe Richtung, dasselbe Interesse und gehen denselben Weg der Entwicklung.
Strukturen und Zusammenarbeit
In Unternehmen oder Organisationen gibt es klare Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten. Das erleichtert Zusammenarbeit und schafft Orientierung. In sozialen Medien hingegen fehlt häufig diese Struktur. Sichtbare Stimmen sind dort nicht unbedingt die kompetentesten, sondern oft diejenigen, die nur besonders ‚laut‘ auftreten oder die Mechanismen der Plattform für sich verstehen, oft nur konzentriert auf Algorithmen sind.
Erfolg lässt sich in diesem Umfeld schwer messen. Likes, Kommentare oder Follower können sogar erkauft werden – ein eigener riesiger Markt der Eitelkeit. Sogar Rankings in den Top-Charts vom Podcast werden gekauft. Wertvolle gute Podcasts, wie etwa der von Peter Wohlleben, tauchen dagegen nicht mal in Rankings auf, zumal sich kein seriöser Leser/Hörer für das Ranking interessiert.
Analoge Bindungen sind belastbarer
Digitale Kontakte entstehen schnell – ein Klick, und man ist „befreundet“. Doch digitale Verbindungen halten Belastungen nicht stand. Analoge Freundschaften hingegen sind belastbarer. Im persönlichen Kontakt begegnen wir uns anders und mit mehr Feingefühl, mit mehr Respekt.
Hinzu kommt eine notwendige weitere menschliche Eigenschaft, die des Zuhörens. Sie ist nicht selbstverständlich, nicht jeder kann es. Zuhören implementiert die Bereitschaft, dem anderen in den Worten zu folgen, seine Betrachtungsweise einen Moment anzunehmen, um selbst dazuzugewinnen.
Vielen Menschen, denen wir online begegnen, wären wir im realen Leben wahrscheinlich nie begegnet – oder nach einem kurzen intuitiven Moment aneinander vorbeigegangen.
Fluch und Segen der digitalen Nähe
2025 war für mich in vielerlei Hinsicht ein intensives Jahr. Manche Menschen aus den sozialen Medien wurden zu echten, analogen Freunden und wichtigen Begleitern. Andere zeigten sich als sehr eigenwillig, nur auf die eigene Darstellung fixiert oder in Diskussionen wenig kompromissbereit.
In digitalen Räumen entstehen schnell Allianzen, die jedoch selten stabil sind. Blockieren, Entfernen oder öffentlich Zurückweisen ist mit wenigen Klicks erledigt. Dabei geht es nicht immer um Inhalte oder Lösungen, sondern häufig um Selbstinszenierung. Statt zu moderieren, wird bisweilen in beinahe herrischer Weise regiert, steht für viele einzig die Eigeninszenierung im Raum. Die Sache an sich hat dann verloren.
Gegenwind in engagierten Gruppen
Wer sich öffnet, wer aufklärt, wer schützt – etwa im Natur- oder Artenschutz – erlebt mitunter nicht nur Kritik von außen, sondern auch schwerste Anfeindungen innerhalb der eigenen Gruppe. Shitstorms, digitale Ächtung, oder Anzeigen, sogar schwerste Verleumdungen können sehr belastend sein. Fast jeder wird hier schon entsprechende Erfahrungen gemacht haben.
Einige großartige Menschen haben sich deshalb zurückgezogen – nicht, weil sie schwach wären, sondern weil das Ausmaß an Angriffen schlicht unerträglich wurde. Auch ich habe in diesem Jahr Situationen erlebt, in denen Vorwürfe völlig aus dem Nichts kamen, anonym, feige und weit über jede ethische Grenze hinausgehend.
So trafen sich Betroffene wieder, manche suchten verunsichert den Kontakt – immer mit mindestens ähnlich schweren Vorwürfen und Erlebnissen konfrontiert. Ich habe oft davon abgeraten, sofort Anwälte einzuschalten. Nicht, weil man sich alles gefallen lassen müsste, sondern weil solche destruktiven Dynamiken sich meist selbst zerlegen – und weil der Einsatz für Natur, Artenvielfalt und Klima unendlich viel wichtiger ist, als die kleinen Machtspiele einzelner wahrscheinlich krankhafter Psychopathen.
Aus solchen Erfahrungen sind gleichzeitig echte, dann wirkliche Freundschaften entstanden – getragen von gemeinsamen Werten und Erlebnissen. Einige entschuldigten sich aufrichtig und erkannten, in den Fängen sektenähnlicher Strukturen gesteckt zu haben.
Wenn das Thema zur Nebensache wird
Auch wenn Hass und Belästigungen aller Art blockiert und gemeldet werden können, sowohl bei Meta als auch bei der Polizei online – Link zur Polizei – geht es emotional oft noch viel tiefer.
Unangebrachte Kritik, Ablehnung und schwerste Diffamierung kommen von Wenigen, aber aus eigener Reihe, aus eigentlich gleicher Interessengruppe wiegen das oft viel schwerer, es enttäuscht maßlos. Das Thema, in das man viel Herzblut investiert hat, wird dann frustrierend zur Nebensache.
Großartige Aktivisten und Menschen haben deshalb aufgehört. Björn M., Jan J., Robert Marc L., Martina S., Jörg N., Mo F. uvm.
Gemeinsam statt gespalten
Die Sache selbst – der Natur- und Artenschutz – leidet, wenn Interessengemeinschaften sich immer weiter aufsplitten. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu, aber sie sind im Respekt und auf Augenhöhe zu diskutieren. Jeder von uns kann irren, jeder entwickelt sich weiter, wenn er es zulässt.
Ein Jagdschein macht noch lange keinen Experten. Eine vegane Ernährung ist eine persönliche Entscheidung, kein moralischer Maßstab für andere. Wer auf eine Demonstration geht, ist nicht automatisch Naturschützer. Und auch ein Elektroauto, oder das Pflanzen eines Baums ersetzen kein dauerhaft verantwortungsbewusstes Handeln.
Am Ende gilt: Wir alle haben Luft nach oben – und wir alle tragen Verantwortung. Nicht nur für uns selbst, sondern besonders für die Generationen, die nach uns kommen.
Zum Abschluss
Mir hatten Recherche, Austausch und Aufklärung meist große Freude bereitet – dafür danke ich euch sehr. Viele von euch haben mir geschrieben und mich unterstützt, sind selbst engagiert. Auch dafür meinen herzlichen Dank.
Ich verabschiede mich für eine unbestimmte Zeit aus diesem digitalen Raum, widme mich meinem Buch, einzig meine Homepage bleibt aktiv.
Ich wünsche euch eine ruhige Adventszeit, reflektierte Momente und ein Jahr 2026 der persönlichen Zufriedenheit.
Passt gut auf euch auf.

Euer Guido Meyer
alias naturdigital

Lieber Guido, ich freue mich auf dein Buch! Und schön, dass deine Website erhalten bleibt. Ich verstehe dich sehr sehr gut. Die Liebe zur Natur – also zu anderen Lebewesen – fängt immer bei der Liebe zu sich selbst an. Aktivismus benötigt sehr viel Energie. Die muss von irgendwo ja herkommen, sonst geht man irgendwann aschfahl auf dem Zahnfleisch.
Bleib gesund und munter und viel Freude beim Buch schreiben (grundlos beneide ich dich darum … mein Traum vom eigenen Buch).
Du bist eine Inspiration und das ist wunderbar. Schön das es dich gibt, so wie all die anderen die den Mund aufmachen, nicht still bleiben. Egal wie. Alles ist gut. „Hope is Action“ (Jane Godall).
Liebe Grüße
Bettina (dein Link zur Website ziert nach wie vor meinen WhatsApp Status 😉
Lieber Guido, ich kann dich sehr gut verstehen. Mach das! Ich war acht Jahre für den Wolf unterwegs, zwei Dokumentationen, viele Menschen, die etwas zum Wolf gesagt haben und natürlich die Tiere selbst. Doch die Tätigkeit in sozialen Netzwerken ist etwas ganz anderes. Auch diese macht mich inzwischen krank, schlaflos. Es ist zermürbend. Ich möchte mich nicht rausziehen aus dem Thema. Doch irgend etwas hat sich tot gelaufen. Und gerade jetzt braucht der Wolf eigentlich richtig unsere Unterstützung. Trotzdem muss man andere Wege suchen, um vielleicht noch etwas helfen zu können. Man muss nicht zu allem etwas sagen „müssen“. Vieles lässt sich wirklich nicht erklären, kommt dann vielleicht auch an die falsche Person? Ich werde auch zu weniger Menschen guten Kontakt halten. Momentan fühle ich mich ziemlich krank dadurch. Gestern habe ich noch schlimme Angriffe ertragen müssen. Da bin ich lieber bei den Füchsen, die ich eigentlich auch erkunden wollte, teste die neuen Kameras aus. Du hast völlig recht! Interessant ist, dass du gerade in der richtigen Zeit – für mich – deinen zeitweisen Rückzug erklärt hast. Manchmal braucht es einen Anstoß von außen. Danke. Herzlichst Lydia – P.S.: Ich hoffe, du bleibst nicht für immer verschollen ❤
Ich ‚ verabschiede‘ mich hier dann über Messenger.
Ich bin wirklich traurig dass du gehst, hoffe aber darauf dass es dich irgendwann wieder packt und du zurück kommst.
Deine Texte, deine Kommentare, deine tolle Art der Kommunikation werden enorm fehlen.
Ich gehöre ja definitiv auch zu den lauten, aggressiven und – muss ich wohl zugeben- prolligen fb- Nutzern.
Kann ich aber nicht ändern,will ich auch gar nicht.
Nach Jahrzehnten in dieser “ Szene“, egal ob im direkten Kontakt oder eben auf Social Media bin ich der konstruktiven und diskussionsbereiten Weise müde geworden.
Ich habe Angst vor dem was für unser aller Natur kommt und werde dich wirklich heftig vermissen.
Ich danke dir für deine wertvolle Arbeit, für dein Engagement, für deine so ganz spezielle, tolle Art.
Für dich von Herzen die allerbesten Wünsche und viel Erfolg bei deinem Buch- Projekt !
In der Hoffnung dich doch irgendwann auf FB wieder zu finden …liebe Grüße und – wie schon erwähnt – alles Gute und ein fettes Dankeschön.
P.S. Die gelöschten Passagen deines Textes…gar nicht so einfach immer seiner eigenen Linie treu zu bleiben 😉
Es wurden und werden ständig Wunden geschlagen, jeder findet seinen Weg damit umzugehen.
In der Hoffnung auf ein Wiedersehen 🫶,
Stefanie
Lieber Guido,
Du sprichst mir aus dem Herzen!
Reflektieren kann nicht jeder, wie wir wissen. Und Egomanen schon gar nicht.
Die Welt ist traumatisiert! Und nur die Wenigsten sehen es.
Es ist absurd was in Social Media abgeht, was sich Menschen dabei denken, wenn sie auf andere „einprügeln“. Was viele nur nicht begreifen: Es sagt mehr über sie aus, als über den, auf den eingeprügelt wurde. Mir fehlen oftmals die Worte.
Es ist erstaunlich wie ein emphatieloser Haufen (Lodenmantelträger) sich organisieren kann, und wir kriegen das in keinster Weise hin. Das sah in dem Moment, als wir uns kennenlernten, anders aus.
Solange die Menschen in ihrem Inneren keinen Frieden mit sich und ihrer Welt machen, solange werden wir auf der Erde im „Krieg“ leben, ob auf der Straße, ob im Wald, in der Politik, in Firmen, in Familien!
Guido, viel Spaß beim Buch schreiben, und ich bin gespannt was für ein Buch das sein wird, wir hören uns 😊
Liebe Grüße, und mach´s gut.
Katja
Naturdigital – so habe ich dich „damals“ kennengelernt, denn genau das hast Du gemacht. Du hast mit deinen Fotos die Natur „digital“ festgehalten und mit uns geteilt. Mir fehlt diese Zeit, in der wir einfach raus in die Natur gefahren sind und uns dran erfreut haben über die Dinge, die wir gesehen haben. Unvergessliche Momente waren dabei, die uns keiner mehr nehmen kann. Durch das Interesse an der Natur, aber auch ganz speziell an den Wölfen, kamen wir natürlich am Thema „Jagd“ nicht vorbei. Genau dieses Thema hat Vieles verändert und auch uns. Mal davon abgesehen, das die nächtlichen Jagden uns mit Sicherheit den ein oder anderen Ausflug in die Natur verdorben haben sind wir immer öfter mit der Materie in Berührung gekommen. Auch der Wolf war dabei natürlich immer präsent und somit haben wir versucht über gewisse Dinge aufzuklären und uns gegen die Hobbyjagd gestellt. Auf diesem Weg haben wir ganz viele tolle Menschen getroffen, die unsere Begeisterung geteilt haben, die uns unterstüzt haben und die selbst aktiv geworden sind – an dieser Stelle ein großes Dankeschön dafür. Aber: auf diesem Weg sind wir auch auf Personen getroffen, welche nicht in der Lage waren gemeinsam zu agieren und ständig die Nadel im Heuhaufen gesucht haben um gerade dich zu diffarmieren. Dabei war denen jedes Mittel recht und das traurige ist – es waren Personen, die im Grunde für das Gleiche gekämpft haben und nicht irgendwelche Hobbyjäger oder Wolfsgegner. Auf Anhieb fallen mir da drei Personen ein, die dafür gesorgt haben, das es so ist wie ist und diese wiederlichen Dinge haben leider Gewicht und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Last zu schwer wird. Mich persönlich hat das nur in einem Fall selbst erreicht, aber mit zu bekommen was sich dort an Abgründen auftut hat mir schon gereicht. Das Du es trotzdem noch so lange ausgehalten hast ist deiner ruhigen Art, deinem Durchhaltevermögen und einer Vielzahl an tollen Menschen geschuldet. Ich habe zu Anfang geschrieben, das die Zeit uns verändert hat und so ist es. Die vergangenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen und manchmal wünschte ich, dass man die Uhr zurück drehen kann, denn vor einigen Jahren war Vieles noch einfacher. Ich versuche schon seit längerer Zeit wieder dahin zurück zu kehren wo ich einst begonnen habe – mit der Kamera in der Hand raus in die Natur. Selbiges wünsche ich mir für dich auch, aber auch viel Kraft für dein „Buch-Projekt“. Ich bin zwar keine „Leseratte“, hoffe aber trotzdem einer der Ersten sein zu dürfen, die eine handsignierte Ausgabe davon in der Hand halten dürfen. 🐺🤝🐾
Lieber Guido,
nun möchte ich auch hier nochmal ein paar Worte verlieren.
Ich selbst möchte Dich nicht nur darauf reduzieren, dass Du dich für den Wolf stark machst, Du machst dich für so viele andere von Menschen geschaffene Defizite stark. Alleine die Unterscheidung Natur/Kulturlandschaft hat mich z. B. anders denken lassen, auch wenn ich noch immer meine Erlebisse mit „in der Natur deklariere“, weiß ich durch dich, dass es eben nicht die Natur ist, in der ich mich aufhalte. Du hast so viel Aufklärung betrieben immer Faktenbasiert, das wirst Du auch weiterführen. Du warst immer für einen Austausch bereit, denn auch ich habe oft genug meine Gedanken frei geäußert und hinterfragt. So hat es phasenweise immer wieder einen Austausch gegeben, der mich weiter geprägt hat und vor allem weiter gestärkt hat, meinen Weg so zu gehen wie ich es richtig empfinde.
Dein Rückzug war absehbar und auch schon merkbar und doch tut es irgendwie weh es so konkret zu lesen und zu hören.
Schlimm, und gott sei Dank ist das an mir vorbeigegangen, ist, dass es selbst innerhalb eine lockeren Gemeinschaft eines gemeinsamen Kampfes scheinbar zu Anfeindungen gekommen ist. (zumindest deute ich so den von Bettina und Michaela verfassten Kommentar)
Kannst Du dich noch erinnern, wie oft ich gesagt habe, teile bitte nicht öffnetlich deinen Dank oder dergleichen. Ich wollte nie auf den Zug den du ins rollen gebracht hast in der Form aufspringen, Nutznießer deiner erschaffenen „Fangemeinde“ zu sein und möchte gar nicht wissen wie viele genau das gemacht haben.
Durch den Ausstausch mit dir weiß ich, dass Du nicht nur schwarz/weiß siehst man dich aber gerne darauf reduziert hat, dass du ausschließlich für den Wolf kämpfst und auch dort nur Schwarz/Weiß siehst. Dem ist aber nicht so, auch wenn nicht ganz so offensichtlich, aber wer intensiv deine Beiträge verfolgt, wird feststellen, dass du für viel mehr kämpfst. Der Umgang mit dem Wolf ist das Symbol, für all die Missstände die du aufzeigst. Und auch hier hast du meiner Meinung nach immer eine ganz realsitische Meinung vertreten. Eine Meinung was geht und was geht eben nicht. Du bist nicht in eine Schublade zu stecken, weil sinnlose, extreme/radikale und nur in eine Richtung geartete Forderungen deinerseits geäußert wurden. Du beleuchtest das Gesamte!!!!Wer das nicht versteht ist selbst schuld.
Auch ich habe sicherlich maches nicht immer auf Anhieb verstanden – so erinnere ich mich noch an die Diskussion, Hobbyjäger und was ist ein Hobbyjäger. Weiterhin werde ich dieses Wort nicht gebrauchen, da es ohne Erklärung für Mißverständnisse sorgen kann, aber ich verstehe inzwischen was damit gemeint ist.
Du drückst keinem deine Meinung auf, sondern stellst Fakten zur Verfügung und regst so zum Nachdenken an, zumindest bei denen die sich darauf einlassen.
Und wie oft habe ich mich aber auch gefragt, woher du all die Zeit nimmst, gefühlt warst du für jeden zu jederzeit da. Aufopferungsvoll, hingebungsvoll, mit einem unermesslichen Aufklärungsdurst, hast Menschen die dir wichtig sind begleitet, sie vor Ungerechtigkeiten beschützt, dich stark gemacht, hast Beiträge verfasst, Beiträge kommentiert, Beiträge geteilt die aufstossen und immer wieder aufgeklärt.
Es wird was Fehlen
und doch hast Du so Viele erreicht, wo sicherlich auch ein über den Tellerrand hinausschauen statt gefunden hat, wo ein vorgegebender Weg vielleicht anders/besser gesprägt wurde.
Du bist und bleibst ür mich ein Bespielhafter Mensch, ein Mensch mit dem ich mich immer offen und ehrlich austauschen konnte. Einer der bereit war auf so viele von mir gestellten Fragen einzugehen, ein Mensch der Aufklärung betreibt, der so unfassbar viel zeit für all das geopfert hat. Möge was Neues großes und mit der von dir gewohnten Hingabe entstehen.
Pass auf Dich auf!!!!
Wir beide haben uns ja schon öfter darüber ausgetauscht, was eigentlich die Menschen mit identischen Interessen, nämlich Wölfe zu schützen und Jagd zu verurteilen, dazu antreibt, nicht gemeinsam an einem
Strang zu ziehen. Anfangs noch nett, gegenseitiger Austausch, bei allen sehr viel Wissen vorhanden, was bei richtiger Verwendung dem Wolf nur nützen kann. Und plötzlich fallen dann die Masken. Aus „Freunden“ werden Gegner. Einer gönnt der/dem anderen nichts, Mobbing in geheimen Gruppen. Dabei sind es alle gestandene Leute, standen/stehen erfolgreich im Berufsleben, alle erwachsen, unterliegen keinen pubertären Einflüssen und verhalten sich dennoch wie schlechtgelaunte Teenager. Social-Media-typisch keine Klärung unter 4 Augen. Kein Mut, dem anderen ins Gesicht zu sagen, was plötzlich diesen Wandel verursacht hat, nicht mehr miteinander im Interesse des Wolfes zu arbeiten, sondern gegeneinander, oft mit Verleumdungen, Beleidigungen. Was treibt diese Menschen an? Neid? Egoismus? Narzissmus? Wir werden es wohl nie erfahren, obwohl die Beweggründe schon interessant wären.
Gott sei Dank hast du deine zu dir haltende Fangemeinde und es kommen immer wieder neue hinzu. Mit deiner eindringlichen und besonnenen Art erreichst du immer mehr aus deiner Zielgruppe: die bisher noch Unentschlossenen, die noch nicht wissen, wie sie zum Thema Wolf stehen wollen und sollten. Diejenigen, die pro Wolf eingestellt sind, sich aber allein mit ihrer Einstellung fühlten und über deine Accounts plötzlich Gleichgesinnte fanden. Und vielleicht sogar den einen oder anderen, der gegen Wolf und für Jagd war und sich nun mit wissenschaftlichen Expertisen überzeugen ließ, seine Einstellung zu überdenken und zu ändern.
Du hast viel bewirkt und wirst sicherlich weiterhin dein Ziel verfolgen, auf welchen Wegen auch immer.
Ich wünsche dir eine schöne Zeit und viel Erfolg bei deinem nächsten Projekt, in das du sicherlich viel Herzblut investieren wirst.
Wir sehen und hören voneinander 😉
Lieber Guido, wir haben alle gute und schlechte Erfahrungen gesammelt auf Insta ,Facebook und vielen mehr.
Ich habe auch viele Kommentare gelesen und war mehr als erschüttert darüber.
Trotz allem ist es schön das du eine Auszeit nimmst um dein Buch zu schreiben und ganz ehrlich ich freue mich sehr darauf.
Ich hoffe du läßt es uns wissen wenn es im Handel erhältlich ist.
Ganz lieben Dank an alles was du getan hast und auch sicherlich weiter tun wirst .Du gehörst zu den Besten Menschen die ich bis jetzt ein wenig kennen lernen durfte. Vielen lieben Dank das du immer ein offenes Ohr hast, dass man dich fragen darf wenn man etwas nicht versteht. Ich hoffe sehr irgendwann wieder von dir zu hören oder zu lesen, tausend Dank lieber Guido und alles Gute schön das du diese Auszeit nimmst. 🐺🐾❤️
Immer erreichbar sein, mit einem Klick auf Informationen zugreifen können, informiert sein, mitreden können… fürwahr, das kann durchaus Vorteile haben, man kann sich schnell vernetzen – doch ist das auch immer zielführend? Zu einem gewissen Teil bestimmt. Ich habe über die sozialen Medien zu Menschen Kontakt aufbauen können, mit denen ich trotz großer Distanz zusammenarbeiten kann. Ich erreiche Menschen mit meiner Herzensangelegenheit.
Doch da ist auch die andere Seite der Medaille – die, die trifft, die ich nicht verstehe, die auch mitunter höllisch schmerzt. Du bewegst dich viel und gern in Diskussionen, die andere von Haus aus meiden oder aufgeben. Deine tatsächliche Zielgruppe, die unwissenden Menschen, die sich informieren möchten, behältst du dabei immer ruhig und sachlich im Auge. Die Arbeit an sich in diesen Foren ist schon hart, aber extreme Meinungen lässt du abblitzen, denn du willst die belehrbaren Menschen, bei denen es sich noch lohnt. Schlimm ist es dann, wenn es dann aus eigenen Reihen Hass und Häme hagelt, weil genau diejenigen, die eigentlich in die gleiche Richtung denken, es nicht begreifen.
Ich war nicht nur Zeugin bei den Defragmentierungen, die mit den Worten begannen: „Jetzt lässt der G. Meyer die Maske fallen.‘ Ein untereinander sich gegenseitig beweihräuchernder Ring, der meinte, so agieren zu müssen, weil du dich, wie fast alle Wolfsschützer, für die Entnahme von ‚Bram‘ ausgesprochen hast…… In diesem Zusammenhang erschien dann auch mein Name in diffamierender Weise, was nurmehr zeigt, wie narzistisch und kleingeistig diese Personen zu sein scheinen.
Sammle Kräfte, schreibe in Ruhe dein Buch, solche Störenfriede kannst du in dieser Phase nicht brauchen.“
Doch eins noch – ich bin auch dankbar über die sozialen Medien in der Realität in dir einen wertvollen und mittlerweile engen Freund gewonnen zu haben. Ich freue mich auf unsere digitale Pause, unsere gemeinsamen Erlebnisse in der Natur und bei unseren Flohtüten.